Begleitetes Malen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Nach Bettina Egger

Erste Bilder von Kindern sind Spuren wie das Urknäuel (eine endlose Drehbewegung) und unzählig gestreute Punkte. Aus etwa 20 Basiselementen (wie z.B. Spirale, Punkt, Linie, Kreis) besteht die Kritzelphase. Diese Urformen sind notwendiger Ausdruck des Erlebens,  Entdeckens und Verarbeitens. Danach setzt die Entwicklungsphase der Grundformen ein. Das Kind hinterlässt Spuren im Sand, auf einer beschlagenen Scheibe oder einem Stück Papier, alles wird zur Fläche des Ausdrucks. Der Mensch kann keine Entwicklungsstufe überspringen.


Urformen tauchen auch später immer wieder in Bildern von Erwachsenen auf. In der Natur finden wir sie an vielen Stellen. Zum Beispiel in der Spirale des Strudels, den Jahresringen der Bäume, im Schneckenhaus, dem zusammengerollten Farn, in Blüten und vieles mehr. Erwachsene fühlen sich oft hilflos mit Bildern die sie nicht erklären können. Sie wollen schnell figürlich malen. Kinder erleben durch den  ungeduldigen Umgang von Erwachsenen mit ihrem Malen, dass sie so wie sie sind nicht in Ordnung sind. Sie versuchen den Erwachsenen zu gefallen, für sie schöne Bilder zu malen, ihre Bilder zu erklären. Manchmal geben sie auf, hören auf zu malen. Urformen sind die Grundlage für die visuelle Wahrnehmung.
Mit dem Begleiteten Malen kommen wir dem tiefen Bedürfnis nach bildnerischer Darstellung entgegen, es dient der Entwicklung. Im Begleiteten Malen kommt es nicht auf Begabung an. Es ist kein Mal- oder Zeichenunterricht. Leistungsdruck und schöne Bilder spielen hier keine Rolle. Es kommt auf die Bilder an, um die sich die Malenden von sich aus bemühen.
Die Wahl des Themas, Formates, Pinsel und der Farben ist frei. Dadurch, und durch die wertfreie Atmosphäre, werden die Malenden (zurück) zu Selbstständigkeit und zu Selbstvertrauen geführt. Die Malenden  befinden sich in einem Dialog mit sich selbst und mit ihrer sozialen Umwelt. Eine Auseinandersetzung mit Erlerntem und mit Alltagserfahrungen findet statt. Neues, Unverstandenes, Überforderndes, Blockierendes und Neugierweckendes wird „sinnbildlich“ erforscht, um es zu verstehen.
Im Begleitetem Malen analysieren und bewerten wir die Bilder nicht. Die Bilder von Kindern sollten auch nicht überbewertet werden. Die wertschätzende Haltung dem Kind gegenüber und dem, was es aus seinen Impulsen heraus gestaltet ist wesentlich!

Angst auslösende Erlebnisse können im Begleitetem Malen geklärt und verarbeitet werden. Es ermöglicht, die eigene Balance (wieder) zu finden.
Es werden keine Themen vorgegeben, jeder findet sein eigenes „Thema“. Neben altergemäßen Darstellungen entwickeln Malende auch ganz eigene Themen, wodurch ihre unvergleichliche Persönlichkeit zum Ausdruck kommt und sich entfalten kann.

Wichtig dabei sind Ausdauer und Regelmäßigkeit, wodurch Wiederholung, Verarbeitung und Tiefe ermöglicht wird.

Wenn Sie oder Ihr Kind gerne malen möchten, melden Sie sich bitte telefonisch oder per Email bei mir.

Die Kosten für das Malen mit betragen 20 Euro pro 60 Minuten inklusive Material.

Bitte schauen Sie bezüglich der Kosten auch unter der Rubrik Phantasiewerkstatt, da andere Kondition für Kinder bestehen, die einer kleinen Gruppe zugeführt werden, sobald das Malen in einer Gruppe wieder möglich ist.

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